Dora Deliyska

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Das neue Album »Danzas« mit der bulgarischen Ausnahmepianistin Dora Deliyska bietet einen farbenfrohen Einblick in die facettenreiche Welt des Tanzes.

Hörprobe: Carmen Fantasy for Two pianos by Greg Anderson

Hörprobe: Three Hungarian Folksongs from the Csik District Sz. 35a Bela Bartok

Hörprobe: Danzas argentinas Alberto Ginastera

 

Danzas/Dora and fr…
Anderson / Bartok…
Deliyska / Monti /…
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Sensationelle Kritik von Remy Franck: Pizzicato

Dies ist sicher eine der spektakulärsten Klavierplatten, die in letzter Zeit produziert wurden. Sie beginnt mit Greg Andersons extrem virtuoser Carmen-Fantasie für 2 Klaviere, bei der man sofort das Gefühl hat, dass die beiden Pianistinnen die Musik einerseits ernstnehmen und ihr andererseits mit großer Spiellust begegnen.  Keine Verballhornung, keine billige Show, sondern eben ein spektakulärer Klaviersound, außergewöhnlich gut von den Mikrophonen eingefangen. Auch das ist ein Qualitätszeichen dieser Produktion von Gramola: Thomas Lang hat hier eine sehr, sehr gute Arbeit geleistet. Chapeau!

Enden tut das Programm mit Georg Breinschmids ‘Balkandrom’, einer jazzig angehauchten, toll inspirierten Fantasie mit Balkanmelodien.

Dazwischen gibt es hinreißende Bartok-Interpretationen der bulgarischen Pianistin Dora Deliyska, eine etwas nüchterne Fassung des ‘Grand Tango’ von Piazzolla (hier fehlen Hitze, Rauch und Alkohol) sowie, ganz hervorragend, die ‘Danzas Argentinas’ von Ginastera. Im Tango von Igor Stravinsky bringt der junge Geiger Yury Revich genau das Laszive ein, das ein Tango braucht, und die Pianistin schiegt sich dabei wohlig an den Geigensound. (Remy Franck, 27/01/2016, Pizzicato)

Ob beim spanischen Tanzkolorit eines Georges Bizets, verarbeitet von Greg Anderson in seiner Carmen Fantasy für zwei Klaviere, bei Le grand Tango von Astor Piazzolla in einer Fassung für Viola und Klavier, bei Bela Bartoks Tänzen im Bulgarischen Rhythmus oder den drei Danzas argentinas von Alberto Ginastera, stets verführen die Rhythmen den Zuhörer zu eigener tänzerischer Bewegung. Nicht zuletzt stehen der Tango von Igor Stravinsky, hier in einer Bearbeitung für Violine und Klavier, und Balkandrom des Österreichers Georg Breinschmid für die jeweils sehr persönliche Auseinandersetzung der Komponisten mit dem tänzerischen Element. Dora Deliyskas musikalische Tanzpartner sind: Luca Monti - Klavier, Yury Revich und Florian Willeitner - Violine, Nora Schwarzberg - Viola, und Georg Breinschmid - Bass.

 

Der durch seine Einspielung sämtlicher Liszt-Klavierwerke berühmte Dr. Leslie Howard schreibt 2009 in London über die junge Musikerin: „Dora Deliyskas grandioses Aufnahmedebüt mit Liszt zeichnet sich durch gedankenvolles, geschmacksicheres Spiel aus: Der Klang reicht von atemberaubend delikat zu musikalisch motiviertem Glanz.“

Nach ihrem Auftritt in Holland schreibt der Pianist, Organist und Musikkritiker Christo Lelie über Dora Deliyska: „Dora gibt die h-moll-Sonate monumental und ausgewogen wieder. Sie verfügt über genügend Kunstfertigkeit und innere Kraft, um diese virtuosen Stücke vorzutragen. Die junge bulgarische Pianistin hat eine prachtvolle Liszt-CD eingespielt.“

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Robert Schumann
Dora Deliyska
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Beethoven / Schube…
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Und die Wiener Zeitung befindet am 19. Februar 2009: „Franz Liszt bleibt der Prüfstein des Pianisten: Die Substanz der virtuosen Attitüde will gesucht, der Hintergrund des gigantischen Tastendonners durchleuchtet sein. Sonst bleibt alles vordergründige Show. Der jungen Bulgarin Dora Deliyska gelingt das nicht nur in der dicht komponierten h-moll-Sonate erstaunlich gut, sondern auch in den Schubert-, Paganini- und Wagner-Transkriptionen, in denen sie ihre Beherrschung der Technik lediglich als Mittel zum Zweck verwendet. Und der heißt: satte, warme Farben und lebendige Gestaltung.”

Doppelgänger/Liede…
Schubert / Liszt
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Chopin / Liszt
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Klavierwerke
Franz Liszt
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Dora Deliyska begann im Alter von fünf mit dem Klavierunterricht. In ihrer Familie von Musik umgeben, spielt sie mit neun ihr erstes Konzert. Nach der musikalischen Ausbildung in ihrer Heimat Bulgarien ging sie nach Wien an die Universität für Musik und darstellende Kunst, wo sie von den Professoren Jürg von Vintschger und Stefan Vladar angeleitet wurde. 2010 wurde sie dort, in der Klasse von Prof. Noel Flores, zum Master graduiert. Im selben Jahr erlangte sie am Oxana Yablonskaya Piano Institute in Castelnuovo di Garfagnana, Toskana, Italien, das Postgraduate-Diplom.

Ihre künstlerische Entwicklung wurde von Meisterklassen und Einzelunterricht bei angesehenen Musikern wie Dmitri Alexejew, Martin Hughes, Karl-Heinz Kämmerling, Boris Bloch und anderen stark beeinflusst.

Dem Werdegang der jungen Pianistin sehr förderlich waren die Stipendien der Dr. Wolfgang Boesch Stiftung Wien (2002–2006), des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur 2003, das Erasmus Stipendium 2004 und im selben Jahr das einsemestrige Stipendium am Königlichen Konservatorium in Den Haag (Klasse Paul Komen). Die niederländische Labberte Foundation hat seit 2005 Ausbildung und Aktivitäten der jungen Künstlerin ebenfalls regelmäßig unterstützt. 2007 wurde ihr das Josef Windisch Stipendium zuerkannt, und 2008 erhielt sie vom bulgarischen Kulturministerium ein Stipendium zur Förderung ihrer weiterführenden Studien.

Trotz ihrer Jugend kann Dora Deliyska auf eine umfassende Konzerttätigkeit zurückblicken – nicht nur als Solistin und mit Orchester, sondern sie hatte auch mit Kammermusikensembles in etlichen europäischen Ländern zahlreiche Auftritte – so mit Nora Romanoff-Schwarzberg, Benjamin Bernstein, Valya Dervenska und anderen.

Die Künstlerin wird häufig zu Festivals und Tourneen eingeladen. So spielte sie seit 1999 bei den „Varna Summer Days“ und bei den „März Musiktagen“ in Russe, beide Bulgarien; beim Festival „Peter der Große“ im niederländischen Groningen; gemeinsam mit der bulgarischen Violinistin Valya Dervenska bei der „Europalia 2002“ sowie Kammerkonzerte u. a. im Palais des Beaux-Arts, Brüssel; 2004 Teilnahme an der Meisterklasse „Musica Arvenzis“ der russischen Professorin Marina Kapazinskaja in Bratislava; im selben Jahr auch Tourneen in Italien und Kroatien. Ebenfalls nach Kroatien und Slowenien führte sie eine Konzertreise gemeinsam mit dem russischen Bratschisten Benjamin Bernstein. Mozarts Klavierkonzert Nr. 23, A-Dur, KV 488, spielte sie 2005 bei den „Laureate Days“ in ihrer Geburtsstadt Pleven; 2005–2007 Teilnahme an den „Holland Music Sessions“ in Bergen, 2006 am „Gelderse Muziekzomer“ im holländischen Apeldoorn. Im Jahr darauf folgten die erstmalige Mitwirkung an den Brucknertagen im oberösterreichischen St. Florian sowie die Teilnahme an der Internationalen Meisterklasse von Prof. Balázs Szokolay in Keszthely, Ungarn. Häufige Auftritte im Wiener Bösendorfer-Saal und in der Yamaha Concert Hall. Im Rahmen des Festivals „Piano World“ 2008 in Groningen, Holland, spielte Dora Deliyska im Oosterport Music Center ein Liszt-Rezital. Im März dieses Jahres trug sie zum unter Kennern hochgeschätzten Zyklus „Die Konzertmeister“ im Rahmen des „European Music Festival“ in Sofia Franz Liszts 2. Klavierkonzert bei; ihr Auftritt wurde für das bulgarische Fernsehen mitgeschnitten. Des Weiteren spielte sie Konzerte für die BAWAG/PSK-Bank in Wien.

Auftritte und Tonaufnahmen der Künstlerin wurden vom österreichischen Kultursender Ö1, vom niederländischen nationalen Fernsehen, vom Schweizer Radio DRS sowie von Bulgariens nationalem Radio und Fernsehen gesendet.

Für die Saison 2010/11 erhielt Dora Deliyska zahlreiche Einladungen – darunter für ihr Debüt in Südamerika mit dem in Lima, Peru, ansässigen Orquesta de la Ciudad de los Reyes; auf dem Programm steht Mozarts Klavierkonzert Nr. 20, d-moll, KV 466. Im April 2011 debütiert sie mit einem Soloprogramm im Wiener Musikverein.

Schon 1997 war Dora Deliyska beim bulgarischen Nationalen Musikwettbewerb „Svetoslav Obretenov“ ein Spezialpreis zuerkannt worden; im Jahr darauf ein zweiter und ein Spezialpreis für die beste Aufführung eines Werks von Rachmaninoff beim Klavierwettbewerb für russische Musik in Pleven, erster Preis und Spezialpreis der Nationalen Musikakademie „Pantcho Waldigeroff“, Sofia, sowie erster Preis beim Nationalen Wettbewerb für Klavierbegleitung in Pleven. 1999 folgte der zweite Preis des Klavierwettbewerbs „Dimitar Nenov“, 2002 der erste Preis des Yamaha Klavierwettbewerbs in Linz. Die Internationale Sommerakademie Prag-Wien-Budapest 2003 zeichnete Dora Deliyska für die Aufführung eines Werkes der Wiener Klassik mit dem ersten Preis aus, und im selben Jahr errang sie beim Internationalen Klavierwettbewerb „Stefano Marizza“ in Triest den ersten Preis.

Nach diesem Auftritt schrieb die Tageszeitung La Voce del Popolo: „Die junge Musikerin zeigt bereits jetzt alle Zeichen einer völlig gereiften Künstlerin: Technik, Intelligenz, Leidenschaft und Charme. … Sie spielt mit vollem, ehrlichem und warmem Klang.“

Weitere Informationen auf der Website:
www.doradeliyska.net

photocredits nancy horowitz

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