Stabat Mater, Gloria
Antonio Vivaldi
Dubrovsky / Scholl / Herfurtner / BCW / SBC

GRAMOLA, 1 CD

Veröffentlichungsdatum: 04.03.2018

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Stabat Mater, Gloria

Im Rahmen der Osterkonzerte des Bach Consorts Wien unter der Leitung von Ruben Dubrovsky in der Basilika Stift Klosterneuburg entstand vergangenes Jahr dieser Konzertmitschnitt von Werken Antonio Vivaldis, die dieser im Dienste des berühmten Waisenhauses „Ospedale della Pietà“ in Venedig komponierte. Die jungen Mädchen dort erhielten früh eine erstklassische musikalische Ausbildung, wodurch Chor und Orchester des „Ospedale“ international gefeiert wurden. Neben Instrumentalwerken wie der Sonata a quatro Es-Dur “Al Santo Sepolcro”, RV 130 und dem Concerto g-Moll, RV 156 interpretiert das Bach Consort Wien mit den Solisten Andreas Scholl, Alt, Hanna Herfurtner und Joowon Chung, Sopran sowie dem Salzburger Bachchor die zum Osterfest geschriebenen, liturgischen Werke Stabat Mater, RV 621 und Gloria, RV 589.

Bach Consort Wien
Gegründet im Jahre 1999 entwickelte sich das Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky rasch zu einem der wichtigsten Barockensembles Österreichs. Neben zahlreichen Auftritten im Wiener Musikverein ist das Ensemble auf den Konzertbühnen Europas präsent. Hochkarätige Gastsolisten, etwa Bernarda Fink und Christophe Coin, sind eng mit dem Bach Consort Wien verbunden.

Andreas Scholl
hat eine Reihe außergewöhnlicher Soloaufnahmen veröffentlicht, zuletzt Wanderer – ein Album mit deutschen Liedern gemeinsam mit der Pianistin Tamar Halperin bei Decca. Scholl gab Konzerte u. a. mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Royal Concertgebouw Orchestra und der Academy of Ancient Music. 2005 war er bei der Last Night of the Proms in London zu erleben – als erster Countertenor in der Geschichte der Proms.

   
     
CD Track Titel Dauer Komponist PLAY
1   Concerto in g-Moll, RV 156        
1     I Allegro 2:43   0,99€
2 II Adagio 1:15   0,99€
3 III Allegro 1:24   0,99€
  Sonata a quatro in Es-Dur «Al Santo Sepolcro»,…        
4     I Largo molto 1:55   0,99€
5 II Allegro ma un poco andante 1:42   0,99€
  Filiae Maestae Jerusalem - Introduzione al Mis…        
6     I Recitativo - Adagio 2:09   0,99€
7 II Aria - Largo 6:54   1,59€
8 III Recitativo - Adagio 0:55   0,99€
  Stabat Mater, RV 621        
9     I Stabat Mater dolorosa - Largo 2:48   0,99€
10 II Cuius animam gementem - Adagissimo 1:28   0,99€
11 III O quam tristis - Andante 1:35   0,99€
12 IV Quis est homo - Largo 2:36   0,99€
13 V Quis non posset - Adagissimo 1:42   0,99€
14 VI Pro peccatis suae gentis - Andante 1:34   0,99€
15 VII Eia, mater, fons amoris - Largo 2:43   0,99€
16 VIII Fac, ut ardeat - Lento 1:28   0,99€
17 IX Amen - Allegro 0:57   0,99€
  Lauda Jerusalem, RV 609        
18     Allegro 6:43   1,59€
  Gloria, RV 589        
19     I Gloria in excelsis Deo - Alleg… 2:16   0,99€
20 II Et in terra pax - Andante 4:48   0,99€
21 III Laudamus te - Allegro 2:16   0,99€
22 IV Gratias agimus tibi - Adagio, Allegro 1:16   0,99€
23 V Domine Deus, Rex celestis - Largo 4:01   0,99€
24 VI Domine Fili unigenite - Allegro 2:17   0,99€
25 VII Domine Deus, Agnus Dei - Adagio 4:06   0,99€
26 VIII Qui tollis peccata mundi - Adagio 0:56   0,99€
27 IX Qui sedes ad dexteram Patris - Allegro 2:13   0,99€
28 X Quoniam tu solus Sanctus - Allegro 0:45   0,99€
29 XI Cum Sancto Spiritu - Allegro 3:06   0,99€
 

Dieser Live Mitschnitt aus der Basilika Stift Klosterneuburg mit von Antonio Vivaldi für das Waisenhaus „Ospedale della Pieta“ in Venedig komponierten Werken ist nichts weniger als eine Offenbarung. Kaum je habe ich einen Dirigenten wie  den offenbar mit allen musikalischen Wassern gewaschenen argentinischen Rubén Dubrovsky erlebt, der mit einem – zugegeben – fulminanten Klangkörper wie dem der Alten Musik verschriebenen Bachconsort Wien (deutsche LeserInnen bitte merken) einem Komponisten gefühlt so dicht auf die Spur kommt wie auf diesem Album dem Venezianer Vivaldi. Hier ist alles vom Feinsten austariert und  organisch in den goldrichtigen Proportionen geatmet und gefühlt, rhythmisch und dynamisch mit pulsierendem Leben erfüllt, edel und vital zugleich in Klang gegossen. Der Musik wird ihre Spiritualität gelassen, ohne auf den für diese barocken Gassenhauer Vivaldis durchaus zulässigen Unterhaltungswert vernachlässigen zu müssen. Der Hörer profitiert hier merklich von Dubrovskys Opernerfahrung.

Das „Gloria“ RV 589 stand als trompetenjauchzendes und himmlisch schönes geistliches Stück für Orchester, Chor und Solisten im Zentrum des Konzerts.  Das „Stabat Mater“ RV 621 sowie das Filiae Maestae Jerusalem – Introduzione al Meserere“, RV 638, bieten ideale vokale Vehikel für die noch immer beachtliche Sangeskunst des Altisten Andreas Scholl. Ergänzt wird das Programm durch ein Konzert in g-Moll, RV 156, die Sonate in Es-Dur „Al Santo Sepolcro“ RV 130 und das „Laudate Jerusalem“ RV 609 für zwei Sopranstimmen und Chor.

Rein stimmlich ist bei diesem Mitschnitt alles bestens. Der Vivaldi-geeichte Counter Andreas Scholl – er hat bereits für das Label DECCA 2000 ein Vivaldi Solo-Album mit dem Nisi Dominus-Psalm 126, RV 608, das Salve Regina, RV 616, „Clarae stellae, scintillate“, RV 625, sowie „Vestro Principi divino“ RV 633 mit dem Australian Brandenburg Orchestra unter Paul Dyer aufgenommen – scheint wieder in Top Form zu sein. In den letzten Jahren hat er mich etwa in Paris (Händel Giulio Cesare) wegen einer schwachen Mittellage und wenig Volumen live nicht immer überzeugt. Hier aber schwebt und schwelgt sein luxuriöser Ton in den langen Legatobögen. Die vibratoarme, farbenreiche Stimme und das im Piano so pure Timbre sind schlichtweg ideal für Vivaldis Musik. Die Sopranistinnen Hanna Herfurtner und Joowon Chung bieten starken Ausdruck und gediegene Gesangsleistungen, der Salzburger Bachchor ist sowieso eine sichere Nummer. Eine glatte und uneingeschränkte Empfehlung!

- Dr. Ingobert Waltenberger (onlinemerker.com)

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