Die Jahreszeiten op.37b
Peter Illich Tschaikowsky
Alexei Kornienko

Deka Media, 1 CD

Veröffentlichungsdatum: 15.01.2015

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Die Jahreszeiten op.37b

P. I. Tschaikowsky schrieb seine 12 Klavierstücke »Die Jahreszeiten«, die er als »Les Saisons« einer St. Petersburger Monatsschrift beilegte, ab Dezember 1875 , also nach seinem monumentalen 1. Klavier­konzert , während seiner Arbeit an »Schwanensee« bzw. seiner »Stoffsammlung« zur Oper »Eugen Onegin«. Es scheint, als hätte er in einer Phase höchster künstlerischer und seelischer Turbulenzen ein kurzzeitiges Ventil zur »Bagatelle« (»kleines Gepäck«) gebraucht. Gelungen ist Tschaikowsky dabei ein berückendes Gesamtkunst­werk von 12 »Monatsbildern« voll russischer (»Ich liebe den russischen Menschen ... die russischen Sitten«) aber auch westlich-romantischer Poesie, wohl unter der »Patenschaft« Robert Schumanns. Es sind 12 äußerst individuelle Mosaiksteine, die das Bild eines Jahres auslegen sollen und somit an den Interpreten große Anforderungen stellen. Es sollen »auch Miniaturen interessant gestaltet« werden - so die Meinung des in Moskau geborenen Pianisten Alexei Kornienko, der seine Ausbildungsstufen in Charkov, Kiew und Moskau durchlaufen und 1983 den ersten Rachmaninow-Wettbewerb in Moskau gewon­nen hat. Seit vielen Jahren lebt er mit seiner Frau, der Geigerin Elena Denisova, in Österreich. Er kennt also »sein« Publikum in Ost und West. Bei der Produktion der »Jahreszeiten« im ORF-Studio Kärnten wurde deutlich, welche Rolle - neben dem »Ganzen« - auch das Detail der (»interessanten«) Interpretation spielte und wie so verschiedenartige Stimmungsbilder wie »Les Saisons« ausgemalt werden sollten. Das Ergebnis beweist fraglos, das es Kornienko gelingt, seine Zuhörer vom ersten Augenblick an sich zu binden und mit ihm an das Werk, das er mit ganzer Seele und Aufmerksamkeit gestaltet (hat). Und das ist der wichtigste Lohn des Künstlers! Unterstützt hat die Intentionen des Künstlers zweifellos auch der FAZIOLI-Flügel des Klavierhauses Heimo Streif/Graz, der besonders in den virtuos-brillanten Passagen voll zur Geltung kommt, aber auch auf vielfach gefordertes und gewolltes Piano/Pianissimo wunschgemäß reagiert und auch in der Polyphonie (Vorbild Schumann!) großartige Schattie­rungen erlaubt. Ein beglückendes Resultat!

Dr. Günther Antesberger
   
     
 

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