Orgelkonzerte
Händel / Bach / Haydn / Mozart
Schornsheim / Haselböck / Wr.Akademie

CAPRICCIO, 5 CD

Veröffentlichungsdatum: 15.09.2013

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Orgelkonzerte

Diese 5CD-Box beinhaltet einerseits einige der wichtigsten und schönsten Konzerte für Orgel mit Instrumentalbegleitung und zeigt andererseits die spannende musikhistorische Entwicklung dieses Konzerttypus vom Barock bis zur Romantik.Einer der berühmtesten Orgel- und Klaviervirtuosen seiner Zeit war Georg Friedrich Händel, der erste Komponist der Musikgeschichte, der die Orgel aus ihrer liturgischen Bindung herauslöste und sie zum Konzertinstrument umfunktioniert. Bei der Uraufführung seines Oratoriums "Deborah" am 17. März 1733 bot er auf einem kleinen, pedallosen Instrument zum ersten mal ein eigenes Orgelkonzert gleichsam als "Pausenfüller" - zwei Jahre später nannten die öffentlichen Ankündigungen seiner geistlichen Werke diese "Einlagen" bereits als besondere Attraktion für ein auf musikalische Abwechslung bedachtes Publikum. Im 18. Jahrhundert, verstärkt in der zweiten Hälfte, vollzogen sich grundlegende Wandlungen im Musikleben, die mit einschneidenden stilistischen Änderungen einhergingen und auch den Bereich der Orgelmusik nachhaltig beeinflussten.

Das Hammerklavier trat seinen Siegeszug an und brach die frühere Vormachtstellung von Cembalo und Orgel. Harmonisch reiche Stücke voll spannungsgeladener Affektwechsel ließen sich auf dem Hammerclavier mit seinen größeren dynamischen Möglichkeiten plastischer vorführen als auf dem Cembalo. Auf Klangpracht und Repräsentation bedachte Stücke legten indes eine Interpretation auf dem Cembalo nahe, dessen Reichtum an Obertönen sich zudem einem Orchester gegenüber und in größeren Räumlichkeiten besser behaupten konnte als der vergleichsweise intime Klang des frühen Wiener Hammerflügels. Vor diesem Hintergrund präsentierte sich die Orgel als Mittler zwischen beiden Instrumenten: Sie verfügt durch etliche Register über klangliche Vielfalt und kann sich akustisch mühelos Gehör verschaffen. Haydn wird nicht den Typus einer opulenten Kirchenorgel, sondern eine kleinere "Kabinettorgel" vor Augen gehabt haben, wie sie in den Musikräumen und Andachtskapellen des zu Wohlstand gelangten Bürgertums oder der Aristokratie zu finden war. Der Solist, begleitet von einem kleinen Kreis von Instrumentalisten, wird der Komponist Haydn selbst gewesen sein.
   
     
 

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