Sinfonie 3/10
Dimitri Schostakowitsch
Mariinsky Orchestra / Gergiev

Mariinsky, 1 SACD

Veröffentlichungsdatum: 01.05.2011

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Sinfonie 3/10

Wie die zweite Sinfonie so ist auch die dritte, die den Beinamen "Der erste Mai" trägt, ein avantgardistisches Propagandawerk, das die Aufbruchstimmung in der jungen Sowjetunion beschwört. Im Gegensatz zur atonalen Zweiten ist die dritte Sinfonie aber fast durchweg tonal komponiert. Experimentell ist das Stück allerdings trotzdem, da es nicht in klassischer Weise Themen durchführt, sondern Formen und Motive persifliert und karikiert. Biographen betonen immer wieder die Nähe der Dritten zum Film, und in der Tat scheint der Komponist hier seine Erfahrungen aus vorangegangenen Film-musiken eingesetzt zu haben. 1929, im Entstehungsjahr von Schostakowitschs dritter Sinfonie, wurde Stalin zum unangefochtenen Führer der Sowjetunion. Nach-dem er dem Diktator in seiner Neunten das erwartete symphonische Denkmal verweigert hatte, setzte er ihm nach dessen Tod mit der zehnten Sinfonie sein eigenes ganz persönliches. Wenn z.B. im Finale die Initialen des Komponisten in die Pauken gehämmert werden, dann triumphiert ganz deutlich der Komponist über den brutalen Diktator. Mit seiner Einspielung beweist Valery Gergiev erneut, dass er derzeit einer der führenden Schostakowitsch-Exegeten ist.
   
     
CD Track Titel Dauer Komponist PLAY
1     1. Allegretto 14:32    
2     2. Allegro 9:56    
3     3. On the very first May Day: Mo… 4:06    
4     1. Moderato 22:52    
5     2. Allegro 4:26    
6     3. Alegretto 11:32    
7     4. Andante - Allegro 12:56    
 

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