Die letzten Tage der Menschheit
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Hörprobe: 01 Robert Stolz - Der Honvedhusar

Hörprobe: 11 Franz Lehar - Reiterlied 1914

Hörprobe: 13 Karl Kraus - 's gibt nur an Durchhalter!


Kriegsbegeisterung und wüster Chauvinismus in Verbindung mit offensichtlichen geschäftlichen Interessen verschiedener Art sowohl im Alltags- wie auch im kulturellen Leben scheinen für die ersten Monate des Ersten Weltkriegs charakteristisch gewesen zu sein. Dies belegen der österreichische Bariton Csongor Szanto mit der Pianistin und Musikwissenschafterin Karin Wagner mit ihrem Album »Die letzten Tage der Menschheit«. Lieder aus Operetten ebenso wie traditionsreiche Wienerlieder von Komponisten wie Robert Stolz, Franz Lehar, Emil Hochreiter oder Carl Michael Ziehrer sind typische Beispiele für die erste Phase von Enthusiasmus und Patriotismus im musikalischen und kulturellen Leben Wiens. Zu den frühen Opponenten und scharfen Kritikern des Krieges gehört hingegen der große österreichische Schriftsteller Karl Kraus, aus dessen Werk der bekannte Autor und Kritiker Franz Schuh rezitiert.

Die letzten Tage d…
Kraus / Lehar / Zi…
Wagner / Szanto /…
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Csongor Szanto
Csongor Szanto wurde 1988 in Wien geboren, seine musikalische Laufbahn begann er bei den Wiener Sängerknaben. Er wirkte in zahlreichen Konzerten im In- und Ausland mit und sang den Ersten Knaben in Mozarts Zauberflöte an der Wiener Staats- sowie der Volksoper.
Zunächst studierte der Bariton Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, im Jahr 2008 wechselte er zum Fach Gesang in die Klasse von Prof. Peter Thunhart, ebenfalls an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Anschließend studierte er in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis Alte Musik in der Klasse von Prof. Rosa Domínguez. Zurzeit setzt er seine Studien dort in den Fächern Ensemblegesang und Musik des Mittelalters fort.


Karin Wagner
Karin Wagner, Pianistin, Musikwissenschaftlerin und Buchautorin, studierte Klavier am Bruckner Konservatorium Linz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dort wurde ihr Diplom mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft ausgezeichnet. Karin Wagner dissertierte im Fach Musikwissenschaft am Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik an der Musikuniversität Wien mit dem Zweitfach Zeitgeschichte an der Universität Wien. Karin Wagner konzertiert als Kammermusikerin im In- und Ausland und blickt auf eine rege Tätigkeit als Dozentin in Zusammenarbeit mit verschiedensten nationalen und internationalen Institutionen zurück.


Franz Schuh
Franz Schuh, Buchautor, Kritiker und Kolumnist, studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik und promovierte 1975 mit einer Dissertation über »Hegel und die Logik der Praxis«. Von 1976 bis 1980 war er Generalsekretär der Grazer Autorenversammlung, ab 1980 Redakteur der Literaturzeitschrift Wespennest. Seit Beginn der 1990er Jahre verantwortete er ein von der Wiener Stadtzeitung Falter in Zusammenarbeit mit dem Verlag Deuticke konzipiertes Buchprogramm (»Edition Falter bei Deuticke«). Franz Schuh erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik (1985), den Jean-Améry-Preis für Essayistik (2000), den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik (2006), den Essay-Preis Tractatus des Philosophicum Lech (2009) oder das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien (2009).