Streichquartette 59,2/127
Ludwig van Beethoven
Quartetto di Cremona

Audite, 1 SACD

Releasedate: 01.10.2013

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€ 19.90

 

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Vol. I der Gesamtedition Beethoven Streichquartette mit dem Quartetto di Cremona setzt audite die Reihe nun fort. Die Werkauswahl des zweiten Bandes stammt aus zwei Perioden, in denen Beethoven sich endgültig von der vorherrschenden Liebhaber-Kultur des späten 18. Jahrhunderts verabschiedete. Die Quartette op. 59 aus dem Jahr 1806, komponiert im Auftrag des russischen Fürsten Kyrill Rasumowsky, waren für das berühmteste Profi-Quartett in Wien geschrieben, das von Ignaz Schuppanzigh angeführt wurde. Seine Tonsprache ist nicht mehr ausgewogen und wohl abgeschmeckt wie die seiner Zeitgenossen, sondern extrem in jeder Hinsicht: rabiat und mit Empfindung, opernhaft dramatisch und voller kontrapunktischer Finessen. Diesem Werk aus der reifen Phase Beethovens stellt das "Quartetto di Cremona" das Opus 127 aus dem Jahr 1824 gegenüber. Es ist jenes Werk in Es-Dur, mit dem der schon ertaubte Beethoven die Reihe seiner Spätwerke begann, die von den Zeitgenossen mit Erschrecken, von den Nachfahren mit Bewunderung aufgenommen wurden. Lange hat man nach der Auflösung des "Quartetto Italiano" in den 1980er Jahren nichts von einer italienischen Quartettvereinigung vernommen, die den Anschluss an die Weltspitze gesucht hätte. Mit den vier jungen Musikern aus Genua aber, die sich nach ihrem Studium in der Geigenbaustadt Cremona zum "Quartetto di Cremona" zusammenschlossen, ist italienische Quartettkunst wieder im Gespräch. Das Ensemble hat sich seit der Gründung im Jahr 2000 zum besten Quartett seines Landes, aber auch zu einem der profiliertesten und musikalisch einfallsreichsten in Europa entwickelt. Diesen Rang dokumentiert der vor einem Jahr bei audite begonnene Zyklus sämtlicher Streichquartette Beethovens - in seiner inhaltlichen Dimension und anspruchsvollen Spielhaltung immer schon ein Prüfstein für alle Quartette.

   
     
 

Fono Forum (Marcus Stäbler - 01.12.2013)
Reinghört
Auch in der zweiten Folge seiner Beethoven-Gesamtaufnahme zeigt das Quartetto di Cremona eine sehr eigene Handschrift. Im superleisen und wunderbar innigen Gesang des Adagio aus dem Quartett op. 127 oder auch gleich zu Beginn des Quartetts op. 59,2: Dort geben die vier Streicher den Pausen nach den eröffnenden Akkordschlägen sehr viel Zeit, um dann im anschließenden Allegro die angestaute Energie zu entladen. So gelingt es den Italienern, auch bei den viel gespielten Werken noch neue Aspekte zu entdecken.


Ensemble - Magazin für Kammermusik (Robert Nemecek - 01.12.2013)
Lustvolle Gegensätze
Auch in der zweiten Folge ihrer Gesamtaufnahme aller Streichquartette von Beethoven bleiben die Musiker ihrer Idee treu, nicht chronologisch vorzugehen, sondern Werke verschiedener Schaffensperioden miteinander zu kombinieren: Das Streichquartett e-Moll op. 59 gehört zur mittleren Periode, während das Streichquartett Es-Dur op. 127 das Spätwerk einleitet. Das Quartetto di Cremona lässt die Unterschiede zwischen den beiden Schaffensperioden deutlich zutage treten. Im e-Moll-Quartett werden die Gegensätze lustvoll betont, während im Es-Dur-Quartett insgesamt ein milderer Ton waltet, der sich mal im polyphon verwobenen Spiel, mal in sublimer Heiterkeit ausprägt. Das Quartetto di Cremona ist mit beiden Schaffensphasen bestens vertraut und gewährt dem Hörer tiefe Einblicke in Beethovens ungeheure Klangweiten.

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