Sergiu Celibidache/Die Berliner Jahre 1945-1957
Barber / Beethoven / Berlioz / Brahms...
Celibidache / Berliner Philharmoniker

Audite, 13 CD

Releasedate: 01.10.2013

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€ 49.90

 

Celibidache während seiner frühen Berliner Jahre - ein Kompendium klingender Musik- und Nachkriegsgeschichte! Als Dirigent prägte Sergiu Celibidache das Musikleben der vom Krieg gezeichneten Metropole Berlin wie kaum ein anderer. Die überwiegend bislang unveröffentlichten Tondokumente dieser Edition zeichnen erstmals ein umfassendes Bild des Dirigenten aus den Jahren 1945 bis 1957. Intensive Recherche förderte diese Zeitdokumente, die neue Eindrücke des legendären Dirigenten vermitteln, zu Tage. Anders als in Celibidaches späten elegisch-lyrischen Interpretationen zeigt er in diesen Aufnahmen eine jugendlichungestüme Seite. Aber auch seine weitere Entwicklung ist bereits hörbar angelegt, wie die Chopin-Aufnahme mit Raoul Koczalsky beispielhaft zeigt. Das Stampfen und Singen des Dirigenten in der unvollständigen Studioaufnahme von Beethovens Siebter hingegen belegt überdeutlich sein feurig-stürmisches Temperament. Diese Aufnahme liegt als Bonus-CD bei. Diese Edition beruht ausschließlich auf zertifizierten Tondokumenten, d. h. Originalbändern, die heute im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und dem Deutschen Rundfunkarchiv Babelsberg (DRA) aufbewahrt werden. Nicht berücksichtigt wurden Fragmente und Bänder, deren technischer Zustand keine Veröffentlichung zulässt, sowie nicht-lizensierte on-air-Kopien des Grauen Marktes (z. B. Schostakowitsch 7. Sinfonie). Ausführliche editorische Hinweise, auch zu teilweise fehlenden Takt- oder Satzteilen auf den Originalbändern, finden sich im Booklettext. Zu dieser Produktion gibt es wieder einen Producer's Comment vom Produzenten Ludger Böckenhoff.

   
     
 

Crescendo (Christoph Schlüren - 26.11.2013)
Sergiu Celibidache: Zeitlose Referenzen
Auf 13 CDs veröffentlicht das Label Audite die zweite Folge – nach der grandiosen 3-CD-Box der kompletten RIAS-Aufnahmen – des Berliner Vermächtnisses der Konzertmitschnitte und Studioaufnahmen unter der Leitung von Sergiu Celibidache, mit den Berliner Philharmonikern und den beiden Rundfunkorchestern aus Berlin-Ost und -West. Es fehlen lediglich die Werke, die nicht auf Originalbändern aufgetrieben werden konnten (wie Schostakowitschs Siebte Sinfonie, Berlioz’ Les Francs Juges oder die Petite Suite von Debussy/Büsser). Klangtechnisch ist das Ergebnis, Audite-typisch, eine frappierende Überraschung. Erstmals auf CD unter Celibidache verfügbar sind hier folgende Werke: Heinz Tiessens drastisch expressionistisches Vorspiel zu einem Revolutionsdrama und Rudi Stephan aus extremsten Gegensätzen sich entfaltende Musik für Orchester, fünf Lieder von Hugo Wolf mit Margarete Klose, César Cuis märchenhafte Suite In modo populari, Glasunovs Karneval-Ouvertüre, drei Sätze aus Milhauds 2. Suite symphonique, MacDowells idyllische Cello-Romanze mit Hans Bottermund und David Diamonds spielfreudige Rounds for strings. Vieles weitere (Tschaikowskys 2. Sinfonie, Strawinskys Jeu de cartes, Pistons 2. und Chávez 1. Sinfonie usw.) war nur in unautorisierten Remasterings erschienen und längst vergriffen. Eine grandiose Anthologie, aus der musikalisch besonders die 1953er-Aufnahmen von Mendelssohns Italienischer und Georges Bizets C-Dur-Sinfonie als zeitlose Referenzen hervorstechen, aber auch Beethovens 7. Sinfonie von 1957, die leider ab Mitte des 3. Satzes vom Rundfunk gelöscht wurde.

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