Romantische Klavierkonzerte Vol. 82
Stephan Elmas
Howard Shelley / Tasmanian Symphony Orchestra

HYPERION, 1 CD

Releasedate: 29.01.2021

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€ 19.90

 


Armenien machte gerade in jüngster Zeit in erster Linie als Krisenregion Schlagzeilen. Umso erfreulicher ist es, wenn wie hier in der 82. Folge der HYPERION-Reihe „Das Romantische Klavierkonzert“ ein erstaunliches Beispiel präsentiert wird, welches das Land als fruchtbare Kulturnation in Erinnerung bringt, deren klassische Musikgeschichte eben nicht erst im 20. Jahrhundert mit Aram Chatschaturjan beginnt.

Das erste hier vorgestellte Werk scheint tatsächlich das erste Klavierkonzert zu sein, das von einem armenischen Komponisten geschrieben wurde. Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Urheber erst zwanzig Jahre alt war, als er es 1882 schrieb ‒ zweifellos, um sein eigenes pianistisches Talent vorzuführen, das er 1879 bereits Franz Liszt persönlich beweisen durfte. Wenn dem so ist, muss Stephan Elmas (1862-1937) wirklich äußerst versiert gewesen sein, denn die technischen Anforderungen sind teilweise überaus anspruchsvoll. Dennoch: In über zwanzig sonst zuverlässigen und erschöpfenden Nachschlagewerken und in zeitgenössischen Biographien glänzt Elmas durch Abwesenheit. Möglicherweise liegt dies daran, dass seine Musik stilistisch eher einer früheren und nicht so sehr seiner eigenen Generation entspricht. Zumindest gilt dies für die beiden hier eingespielten Konzerte aus den Jahren 1882 und 1887.

In seinem späteren Leben verlor Elmas als Folge einer Typhus-Erkrankung das Gehör und verbitterte zunehmend (nicht zuletzt auch wegen des Völkermords an den Armeniern 1915 und der Vertreibung seiner Familie aus Smyrna im Rahmen der sogenannten Kleinasiatischen Katastrophe 1922), woraufhin er sich immer mehr von der Welt abwandte: zwei weitere Faktoren, die kaum zu einem besseren Stand in der Musikwelt beigetragen haben dürften.

Die Einspielung mit Howard Shelley und dem Tasmanian Symphony Orchestra ist ein vehementes und mitreisendes Plädoyer nicht für einen „Exoten“, sondern einen zu Unrecht vergessenen Tastenlöwen der romantischen Klaviertradition des 19. Jahrhunderts.
   
     
CD Track Titel Dauer Komponist PLAY
1     I. Allegro maestoso 18:59      
2     II. Larghetto 10:14      
3     III. Allegro animat… 9:39      
4     I. Allegro appassio… 17:52      
5     II. Andante 9:19      
6     III. Allegro 7:48      
 

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