Piep/Fluctuation la/Oder Ekel kommt vor Essenz
Yiran Zhao
Rundel / Deutsches Symphonierorch.Berlin / Zaho

Wergo, 1 CD

Releasedate: 14.03.2022

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€ 21.90

 


Yiran Zhao verwendet in ihren Werken neben musikalischen Elementen auch Objekte, Körper, Bewegungen und besonders Leuchtquellen als kompositorische Bausteine. Viele ihrer Stücke bewegen sich dabei im Grenzbereich zwischen Instrumentalmusik, Performance, Klanginstallation und Videokunst. Bookletautorin Leonie Reineke beschreibt die Komponistin als „besonnene Forscherin“, die mit größter Ernsthaftigkeit dem Klangkosmos ihrer Umwelt begegne und dabei den Dingen mikroskopierend nah komme.

So richtet sie ihren Fokus im Werk „Piep“ etwa auf elektrische Metronome als Klangerzeuger, mit denen die beiden Perkussionisten Christian Dierstein und Dirk Rothbrust rhythmische Patterns, verschiedene Tonhöhen oder Glissandi spielen.

Das vom Ensemble Recherche interpretierte „Fluctuation Ia“ wiederum setzt eine an einem Stativ hängende Keksdose, die durch einen Metalldraht mit einer tiefen Klavierseite verbunden ist, als Impulsgeber für die musikalischen Verläufe des Stückes in Szene.

Als Ausgangspunkt für das zeitgenössische Melodram „Oder Ekel kommt vor Essenz“ untersuchte Zhao mit dem Computer eine Gedichtsammlung des Kongolesen Fiston Mwanza Mujila. Das Deutsche-Symphonie Orchester Berlin ist dabei mal mit vollem Orchesterklang mal in sprachlich anmutender Artikulation zu hören und endet in einer ergreifenden Rezitation des Dichters selbst.

Neben den sechs rein instrumental-vokalen Stücken ergänzen vier online-verfügbare Werke als Video das Porträt. Ihr virtuoser Einsatz von Licht kann hier etwa im Werk „Ohne Stille II“ nachvollzogen werden.
   
     
CD Track Titel Dauer Komponist PLAY
1 1 fluctuation la 8:17      
2 behind the apples 10:27      
3 touch II 7:58      
4 piep 12:32      
5 joik 5:56      
6 oder ekel kommt vor essenz 9:31      
 

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