Don Carlo/Wiener Staatsoper/6.Mai 1979
Giuseppe Verdi
Raimondi / Carreras / Freni / KARAJAN

ORFEO, 3 CD

Releasedate: 01.12.2013

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€ 44.70

 

Verdis Don Carlo gehört zu den wenigen Opern, die Herbert von Karajan mehrere Jahrzehnte hindurch dirigiert hat: so in den 50er, 70er und 80er Jahren bei den Salzburger Festspielen, wie auch 1979/80 in seiner eigenen, von Salzburg nach Wien »importierten« Inszenierung. Im Live-Mitschnitt vom Mai 1979 aus der Wiener Staatsoper ist Karajans Don Carlo-Dirigat nun in einer absoluten Traum-Konstellation zu hören. Mit dem Chor und dem Orchester der Wiener Staatsoper lotete Karajan perfekt die Kontraste zwischen intimen und öffentlichen Konflikten aus, die für dieses Werk besonders in der von Karajan bevorzugten vieraktigen Fassung kennzeichnend sind. Sängerisch stand Karajan in Wien seine Wunschbesetzung zur Verfügung: angefangen mit Mirella Freni als Elisabetta, die in dieser Partie bereits maßgeblich am Erfolg aller vorangegangenen Vorstellungen dieser Produktion in Salzburg beteiligt gewesen war. Daran knüpfte sie in Wien mit ihrem idealen Verdigesang an, vor allem was die makellose Linienführung und Flexibilität zwischen lyrischem und dramatischem Ausdruck betrifft. Als unglücklich in Elisabetta verliebter Titelheld war in Wien José Carreras zu erleben, dessen glanzvolles Timbre und introvertierter Vortragsstil perfekt zur hoffnungsvollen und doch hoffnungslos auf sich gestellten Figur passen. Seinem einzigen Freund Posa verlieh mit Piero Cappuccilli der führende italienische Bariton jener Epoche die Stimme, der wie Mirella Freni in Karajans damaligem Don Carlo-Ensemble mit gutem Grund als konkurrenzlos galt. Ihr Debüt als Eboli gab Agnes Baltsa, deren Mezzosopran sowohl die Leichtigkeit für das Schleierlied zu Beginn als auch die Kraft für die dramatische Abtrittsarie besaß. In der Rolle König Philipps II. seinerzeit noch recht jung besetzt war Ruggero Raimondi, was seine überlegenen Mittel sängerischer Gestaltung und Charakterisierung freilich vollkommen vergessen machen. Auch im Fall von Matti Salminen als Großinquisitor ist ein Bass zu hören, der 1979 auf einem frühen Karrierehöhepunkt stand und dort noch viele Jahre verharren sollte.
   
     
 

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