Passionsoratorium
Johann Ernst Bach
Max / Das Kleine Konzert

CAPRICCIO, 2 CD

Releasedate: 15.04.2012

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€ 17.90

 

Es gehört zu den Besonderheiten des heutigen Konzertlebens, dass sich in der einstmals traditionsreichen Gattung der Passionsvertonung eigentlich nur zwei Werke dauerhaft behaupten konnten - die beiden monumentalen Passionen Johann Sebastian Bachs. In die Reihe der weithin unbekannten Werke gehört auch das Passionsoratorium von Johann Ernst Bach, dem Neffen, Patensohn und Schüler Johann Sebastians. Seine Vokalwerke sind bis heute nicht erschlossen, ja nicht einmal vollständig erfasst. Mit einiger Mühe lassen sich etwa 20 Kompositionen nachweisen. Um sein musikalisches Schaffen richtig beurteilen zu können, muss man das musikhistorische Umfeld Johann Ernst Bachs mit einbeziehen, denn trotz seiner Isoliertheit im thüringischen Eisenach war er keineswegs von den zeitgenössischen musikalischen Entwicklungen in den großen Musikmetropolen Berlin, Dresden und Hamburg abgeschnitten. Mit seinem ausdrücklichen Bekenntnis zur Kirchenmusik steht Johann Ernst Bach recht isoliert unter den protestantischen deutschen Komponisten der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts. Für Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann Bach beispielsweise gehörte das Bereitstellen von sonntäglichen Kantaten zu den eher lästigen Pflichten ihres beruflichen Daseins.
Johann Ernst Bach vertrat hier einen völlig anderen Standpunkt. Zwar galten für ihn die geistlichen Werke Telemanns und auch J. S. Bachs als "vortreffliche Meisterstücke", doch kritisierte er streng den Verfall der Kirchenmusik in seiner Generation und forderte, diesem "durch künstliche und regelmäßige Schreibarten" entgegenzuwirken.
   
     
 

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