Violinkonzert/6 Orchesterstücke/Firebird
Schönberg / Adorno / Strawinsky
Issakadze / Kornienko / Moscow so

Tyxart, 1 CD

Releasedate: 15.08.2012

Item is in stock.

€ 19.90

 

Schönberg, Adorno und Strawinsky - drei große Komponisten des 20. Jahrhunderts, treffen sich auf diesem CD-Album, in musikalisch genialer Weise live interpretiert von Liana Issakadze und dem Moskauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Alexei Kornienko, der ein profunder Kenner der neuen Literatur ist und der die schwierigsten Partituren mit Leidenschaft zu durchleuchten weiß. Insbesondere das Schönberg-Konzert, das womöglich Alban Bergs weltberühmtes Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels" noch überragt und dessen feuerspeiende Vituosität selbst Genies wie Jascha Heifetz das Handtuch werfen lies. Unter den Händen der Solistin Liana Issakadze erscheint das Konzert in völlig neuer, einerseits extrem circensischer Wildheit und andererseits erstrahlt es in einer geradezu musikphilosophischen Größe und technischer Souveränität, als ob Liana Issakadse die vom Komponisten prophezeite "Geigerin mit sechs Fingern" sei. Mit Adornos "Sechs kurzen Orchesterstücken" liegt darüber hinaus eine weltweit sehr seltene CD-Veröffentlichung dieses Werkes in einer besonders emotional-musikalisch packenden Live-Interpretation vor.

   
     
 

»[...] Liana Issakadze stellt sich dieser Herausforderung sogar "live" und zerstreut den Mythos der "Unspielbarkeit". Sie lässt den diffizilen Solopart romantisch aufblühen, und mit ihrem temperamentvollen Naturell verleiht sie auch allem, was sonst vielleicht konstruiert erscheint, in dieser zwölftönig gesetzten Partitur einen natürlichen Schwung. [...]
Adornos 6 Orchesterstücke [...] sind eine kaum beachtete Rarität, in der sich formale Knappheit und der Nachklang romantischer Klangsinnlichkeit begegnen.
Ganz zu Hause ist der Hörer dann wieder bei Strawinskys "Feuervogel-Suite" von 1919, in der das Moskauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Alexei Kornienko seinen großen Auftritt hat."
Musik und Klang: Sehr gut - 4 Sterne ****
FONO FORUM - Klassik-Magazin, Norbert Hornig (03/2013)



Das Label TYXart vereint selten zu hörende Raritäten der Neuen Musik und Strawinskys Klassiker 'Der Feuervogel' auf einer Live-Aufnahme.



Das Moscow Symphony Orchestra zeigt unter Alexei Kornienko die andere Seite des Musiktheoretikers und Philosophen Adorno. Zudem enthält die Live-Aufnahme Strawinskys zweite 'Feuervogel'-Suite von 1919 und eine eindrucksvolle Interpretation von Schönbergs Violinkonzert mit Liana Issakadze.



Adorno, der Komponist? In der Tat! Dass der viel zitierte Musiktheoretiker und Philosoph Theodor W. Adorno auch selbst als Komponist in Erscheinung getreten ist, ist nicht allgemein bekannt. Zu selten finden sich seine Werke auf Aufnahmen und in den Konzertsälen wieder. Aber es gibt sie, seine aus jungen Jahren stammenden Kompositionen. Bis 1945 komponierte Adorno (1903-1969) etwas mehr als ein Dutzend davon und ließ sich dabei häufig von der Literatur inspirieren. Danach widmete er sich jedoch vollständig seiner Lehrtätigkeit und gab das Komponieren auf. Rein quantitativ ist sein kompositorisches Werk daher auch nicht sehr umfangreich, qualitativ zeigen sie die musikalische Verbindung von Theorie und Praxis. Die Einflüsse seines Lehrers Alban Berg sind darüber hinaus deutlich wahrnehmbar.



Die 'Sechs kurzen Orchesterstücke' op. 4 der vorliegenden Einspielung des Labels TYXart ist die einzige Komposition, die bereits zu Lebzeiten Adornos gedruckt wurde. Die musikalische Sprache schwankt zwischen spätromantischer Verwurzelung und dem Geist der Zweiten Wiener Schule. Das Moscow Symphony Orchestra unter der Leitung von Alexei Kornienko lässt jedoch beide Interpretationen zu. Das musikalische Neue und der spätromatische Duktus, beides ist deutlich wahrnehmbar. Der Theoretiker Adorno einmal von seiner anderen, praktischen Seite – allein schon deswegen lohnt sich der Griff zu dieser Aufnahme.



Gegensätze des 20. Jahrhunderts



Eingerahmt werden Adornos Orchesterstücke durch das im Verhältnis zur Popularität des Komponisten ebenfalls recht selten zu hörende Violinkonzert op. 36 von Arnold Schönberg in der Interpretation von Liana Issakadze sowie Igor Strawinskys 1919 entstandene Suite aus seinem Ballett 'Der Feuervogel'. Um das sperrige und technisch äußerst anspruchsvolle Violinkonzert Schönbergs zu bändigen bedarf es großer Virtuosität und Intensität im Ausdruck – offenbar gerade richtig für die Geigerin Liana Issakadze. Unter ihren Händen bekommt das Konzert fast einen Hauch von Leichtigkeit. Die feinen, intrikaten Strukturen der Partitur werden deutlich, die musikalischen Bögen ergeben Sinn und machen diese Einspielung zu einer eindrucksvollen Interpretation.



Den passenden Gegensatz zu Schönberg und Adorno bildet das im Vergleich deutlich populärere Ballett 'Der Feuervogel' von Igor Strawinsky. Es existieren mehrere Fassungen für konzertante Aufführungen. Die Suite aus dem Jahr 1919 ist die zweite und diente unter anderem als Grundlage für die Neuauflage von Disneys ‚Fantasia‘ im Jahr 2000. Kornienkos 'Feuervogel' ist ein filigraner, der nur an den Stellen wild und ungestüm wird, an denen es die Partitur vorsieht. Genauso gut beherrschen Dirigent und Orchester die ruhigeren Stellen, an denen der differenzierten Klangfarbengestaltung der Komposition der Vorzug gewährt wird. Die verschiedenen Richtungen der Musik des 20. Jahrhunderts präsentieren sich auf dieser CD somit in bester Art und Weise.



Simon Chlosta, 10.09.2012

Labels

Empfehlungen & Angebote

Error: [error.MicroContentNotValid]