Sinfonie 1-9
Anton Bruckner
Maazel / SO des BR / Jansons / Blomstedt / HAITINK

Br Klassik, 9 CD

Releasedate: 08.04.2019

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€ 59.00

 

Bruckners Symphonien sind das Rückgrat der spätromantischen Symphonik. Er hat die Gattung der Symphonie gewissermaßen neu erfunden, an die sich nach den richtungsweisenden Meisterwerken Beethovens, die als Höhe- und Schlusspunkt verstanden wurden, keine anderen herangewagt hatten: nicht Liszt und nicht Wagner. Erst Bruckner und (etwas später) Brahms suchten und fanden neue Ansätze zu einer Wiederbelebung und Weiterentwicklung der Gattung. Dabei war Bruckners Ansatz vollkommen neuartig: Er setzte von vornherein auf das Klangbild des großen Orchesters, wobei er die einzelnen Instrumentengruppen weniger vermischte, sondern nach Art der Orgelregister (die ihm als Organisten wohlvertraut waren) voneinander abgegrenzte oder miteinander koppelte. Auch die Terrassendynamik, das unmittelbare Nebeneinander von Piano und Forte ohne Übergang, leitete Bruckner von der Orgelmusik ab. Diese und andere Elemente der Barockmusik, mit der er als Kirchenmusiker engen Kontakt hatte, sind in seine Symphonien eingeflossen. Hinsichtlich des dramaturgischen Verlaufs orientierte er sich an Schubert. Aus der organischen Fortführung und wechselseitigen Verbindung der Themen, die er Schubert abgeschaut hatte, erklärt sich auch die vorher nicht dagewesene Aufführungslänge seiner Symphonien.


Die neun Symphonien Bruckners sind im Repertoire des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks (wie in denen aller großen Klangkörper) eine Konstante. Die Besonderheit der von BR Klassik nun vorgelegten 9 CD-Box ist es, dass die Aufnahmen nicht nur von einem, sondern insgesamt von vier Dirigenten geleitet werden, die eng mit dem Orchester verbunden sind - und die allesamt als internationale Bruckner-Experten gelten. Wie bei keiner anderen Zusammenstellung lassen sich hier die Gemeinsamkeiten der Interpretation (auch bedingt durch den gleichen Klangkörper) ebenso erkennen, wie die Unterschiede, die den verschiedenartigen Interpretationsansätzen des jeweiligen Dirigenten geschuldet sein mögen. Gleichfalls wird deutlich, wie sehr sich Herbert Blomstedt, Bernard Haitink, Mariss Jansons und Lorin Maazel im Laufe der Jahrzehnte um die Symphonik Bruckners verdient gemacht haben.
   
     
 

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