Sinfonie 6
Anton Bruckner
Remy Ballot / Oberösterr. Jugendsinfonieorchester

GRAMOLA, 1 SACD

Releasedate: 15.12.2016

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In der möglicherweise glücklichsten Periode seines ganzen Lebens schrieb Anton Bruckner seine VI. Symphonie. Durch eine fixe bezahlte Anstellung als Lektor erstmals finanzieller Sorgen und Zukunftsängste enthoben, durch Empfänge beim Kaiser und in der Aristokratie endlich gesellschaftlich anerkannt.



Bruckner war buchstäblich „gelöst“, sowohl von langen mannigfaltig quälenden Sorgen als auch von seinem eigenen lange erarbeiteten Symphonie-Modell. Es ist ein pikantes Phänomen, dass gerade der „Bruckner-Kenner“ mit seiner redlich erarbeiteten Kenntnis der Baupläne und Ingredienzien aller Hauptwerke vertraut – sich noch schwerer (weil intellektuell gefährlich vorbelastet!) in die VI. einfindet als der „naive“ Hörer. Bruckner verzichtete auf fast sämtliche eigene Erkenntnisse der Themenverarbeitung, löst sich von der selbst auferlegten Strenge und vertrauten Logik, ja – experimentiert ungeniert mit musikalischen Atomen, Partikeln, Bausteinen, Einwürfen, lange vorenthaltenen Spannungs-Auflösungen, vermeintlichen Regelverstößen, definiert das Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung gleichsam im Vorübergehen neu, gönnt sich eine radikal andere kompositorische und dramaturgische Architektur. Um die Geschichte abzukürzen (so wie die VI. die kürzeste aller seiner großen Symphonien ist), bleibt nur die Empfehlung des Arztes: „Versuchen Sie sich nicht in intellektuellen Annäherungen an die VI. Bruckner! Sie werden so wie viele Bruckner-Spezialisten der vergangenen 120 Jahre nirgends ankommen und frustriert verbleiben.“ Geben Sie sich der Musik vertrauensvoll hin. Die Voraussetzungen waren durch die liebevollen Proben des bereits 2014 mit der VIII. in St. Florian preis­gekrönten Oberösterreichischen Jugendsinfonie­orchesters mit dem Dirigenten Rémy Ballot perfekt zubereitet. Haben Sie Vertrauen in die Substanz. Atmen Sie durch, atmen Sie auf. Mit Anton Bruckner, der VI. Symphonie und ihrer unverwechselbaren lebensbejahenden Botschaft im „Hier und Jetzt“.  Klaus Laczika

   
     
CD Track Titel Dauer Komponist PLAY
1   Symphonie Nr. 6 A-Dur        
1     1. Majestoso 18:38   3.19€
2 2. Adagio. Sehr feierlich 21:25   9.99€
3 3. Scherzo. Nicht schnell - Trio. Langsam 10:21   2.39€
4 4. Finale. Bewegt, doch nicht zu schnell 18:44   3.19€
 

Rémy Ballot’s Bruckner recordings for Gramola (Symphonies Nos 3, 8 and 9) have thus far been notable for emulating the extremely broad tempos favoured by Celibidache in his later years. Interestingly, Celibidache chose a more mainstream approach for his interpretation of the Sixth Symphony and, by coincidence or design, so does Ballot in this performance from the 2016 Brucknertage. Although this is still a very spacious interpretation, the pacing of the symphony’s faster music is appropriate to the reverberant acoustic of St Florian and slower sections are nurtured with sensitivity and warmth. Few passages sound slow in the context of the performance as a whole, and the result has an inner logic and consistency that’s very compelling.

It’s perhaps not surprising that the Adagio responds well to Ballot’s slow tempo but it’s the finale that’s the highlight of this recording. Ballot eclipses not only Celibidache but also most other conductors in this sometimes problematic movement, adroitly navigating Bruckner’s playful subversion of sonata form while conveying the music’s boisterousness and lyricism with considerable feeling. The passage at fig N in the development (8'12") is wonderfully moving here and the symphony joyously concludes with a satisfying combination of weight and power.

The players of the Upper Austrian Youth Symphony Orchestra, averaging 18 years old, deliver playing that’s deeply felt, albeit missing some of the precision a more experienced orchestra would bring, and the recording is impressively transparent given the venue’s extended reverberation time. The production preserves the concluding applause as well as some faint audience noise along the way.

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