Triumph Symphonie/Die verkaufte Braut/Ouvert.Tänze
Bedrich Smetana
Darrell Ang / RSO Berlin

Naxos Premium, 1 CD

Releasedate: 26.04.2018

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€ 9.50

 

"Was? Smetana hat eine Sinfonie geschrieben?" Dies ist meist die erste Reaktion von Musikhörern, denen (meistens zufällig) Bedrich Smetanas Triumphsinfonie über den Weg läuft. Zu bekannt ist Smetana als einer der Hauptvertreter der Sinfonischen Dichtung in der Nachfolge von Franz Liszt, als das man ausgerechnet ihm eine Sinfonie nach klassischem Schnitt zugetraut hätte. Aber es gibt sie: Die Triumphsinfonie, und auch, wenn die meisten der gängigen Musiklexika kein gutes Haar an der Komposition lassen, ist das Stück doch interessant - sowohl was die Entstehung betrifft als auch inhaltlich. Smetana schrieb seine Sinfonie für die Hochzeit der habsburgischen Kaiserin Elisabeth ("Sisi") und Kaiser Franz Joseph I., versehen mit einer Widmung für die junge Kaiserin. Um die Sache noch etwas plakativer zu machen, komponierte er in drei von vier Sätzen die damalige habsburgische Kaiserhymne ein. Diese Melodie von Joseph Haydn, seinerzeit auf den Text gesetzt "Gott erhalte unsern Kaiser und in ihm das Vaterland!", ist heute bekannt als die deutsche Nationalhymne auf den allseits bekannten Text "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland". So ändern sich die Zeiten, und so kommt - auf denkbar kuriose Weise - die heutige deutsche Nationalhymne in die Sinfonie eines tschechischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, und dann gleich in drei Sätzen, gewissermaßen als "Running Gag". Trotz aller Bemühungen und Ehrerbietungen reagierte Kaiserin Sisi nie auf das musikalische Geschenk und die Widmung, die Bedrich Smetana ihr mit dieser Sinfonie offeriert hatte. Vielleicht war das alles doch etwas zu viel des Guten. Kompositorisch ist die Sinfonie sehr effektvoll gemacht, wenn sie auch substanziell nicht unbedingt Smetana in Bestform verkörpern mag. Abseits von allen Kuriositäten und politischen Hintergründen findet sich hier durchaus ein hörenswerter Beitrag zur Sinfonie im 19. Jahrhundert, von einem Komponisten, der vor allem durch seine großartigen Sinfonischen Dichtungen bekannt geworden ist. Seit nunmehr elf Jahren hatte es keine Neueinspielung des Stücks gegeben. Zeit wurde es! Und das Radio-Sinfonieorchester Berlin zeigt unter der kompetenten Leitung des Besançon-Jury- und Publikums-Preisträgers Darell Ang Beachtliches!
   
     
CD Track Titel Dauer Komponist PLAY
1     1. Allegro vivace 11:04    
2     2. Largo maestoso 10:40    
3     3. Scherzo: Allegro vivo 8:49    
4     4. Finale: Allegro non troppo ma… 12:28    
5     Ouvertüre 7:10    
6     Finale: Polka (1. Akt) 5:04    
7     Furiant (2. Akt) 2:08    
8     Dance of the comedians (3. Akt) 6:33    
 

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