BEETHOVEN: COMPLETE SYMPHONIES
Ludwig van Beethoven
Wiener Philharmoniker / ANDRIS NELSONS

Deutsche G, 6 SONSTIGES

Releasedate: 10.02.2020

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€ 49.90

 

Es gab in der Vergangenheit schon wunderbare Interpretationen von Beethovens Symphonien, und auch in Zukunft wird es noch viele weitere geben. Was diese Musik einmalig macht – und großartige Aufnahmen von ihr so kostbar –, ist die Tatsache, dass sie zeitlos wirkt: Egal, wann und von wem sie gespielt wird, sie erzählt immer vom Hier und Jetzt, von der unmittelbaren Gegenwart. Nehmen wir zum Beispiel die Fünfte, die sogenannte »Schicksalssymphonie« – sie hätte für jede Zeit geschrieben werden können. Schließlich klopft das Schicksal schon immer an unsere Tür und wird das auch morgen oder übermorgen noch tun.

Wie gelang es Beethoven, etwas so Zeitloses zu schaffen? Ich denke, sein Geheimnis ist, dass er nicht nur Klänge und Formen aneinanderreihte, sondern dass seine Musik von Ideen handelt, von seinen Vorstellungen von Leben und Liebe, Sieg und Widerstand. Wenn man diese unglaublichen Werke aufführt und aufnimmt, liegt für mich die Hauptaufgabe darin zu zeigen, wie relevant diese Ideen noch heute sind, für unsere Generation und für alle kommenden Generationen – und dass diese Musik keineswegs ins Museum gehört.

Das ist natürlich keine leichte Aufgabe. Ich bin sehr dankbar, dass ich mich dieser gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern stellen durfte. Wien spielte eine sehr große Rolle in Beethovens Entwicklung als Komponist und Musiker, und seine Symphonien wurden allesamt hier uraufgeführt. Außerdem zielt das Musizieren der Wiener Philharmoniker immer auf den Kern der Musik – was perfekt zu Beethoven passt. Diese Symphonien in der Stadt aufzunehmen, in der Beethoven den größten Teil seines Lebens als Erwachsener verbracht hat, mit einem Orchester, das eine so enge Beziehung zu seinen Werken hat, ist für mich ein großer Meilenstein.

Fragt man nach meinem eigenen Beitrag zu diesem Projekt, so muss ich sagen, dass es hier überhaupt nicht um mich geht. Es geht ganz allein um Beethovens Musik, und das bedeutet, dass ich als Dirigent – zusammen mit dem Orchester – den besten Weg finden muss, um den Zuhörern seine Ideen zu vermitteln. Ja, ich muss eine Vision haben, aber ich darf nicht vergessen, dass es sich dabei nur um eine subjektive Auslegung von Beethovens Weltsicht handelt. Meine Arbeit endet, wo Beethoven beginnt. (Andris Nelsons)

   
     
 

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