Streichquintett/Streichquartett
Das Altomonte Ensemble, bestehend aus Rémy Ballot, hier in seiner Funktion als Geiger, der Geigerin Iris Schützenberger, der Bratschistin Stefanie Kropfreiter, dem Bratschisten Peter Aigner und dem Cellisten Jörgen Fog, stellt zwei Kammermusikwerke Anton Bruckners vor: sein 1861/62 auf Anregung von Joseph Hellmesberger entstandenes Streichquartett und das 1878/79 komponierte Streichquintett, das als Höhepunkt seines Kammermusikschaffens gilt. Letzteres Werk führte Hellmesberger mit seinem erweiterten Quartett erst nach längerem Zögern auf, da er es ursprünglich teilweise für unspielbar gehalten hatte. Das Quintett hat hinsichtlich der Länge und Komplexität durchaus sinfonische Dimensionen. Nach der genannten Aufführung 1884 schrieb ein Musikkritiker über den 3. Satz des Werks: „Dieses Adagio wirkt ungefähr so, als wäre es ein erst jetzt in Beethovens Nachlaß vorgefundenes, aus der letzten Zeit des Meisters stammendes und von dessen vollster Inspiration beseeltes Stück.“