| Track | Titel | Dauer | Hörprobe |
|---|---|---|---|
| CD 1 | |||
| Mathilde Kralik von Meyrswalden - Klaviertrio F-Dur | |||
| 1 | I Feurig bewegt | 8:48 | |
| 2 | II Langsam, mit Ernst | 7:15 | |
| 3 | III Sehr schnell | 2:22 | |
| 4 | IV Rasch, energisch | 7:39 | |
| Paul Caro - Klaviertrio E-Dur op. 8 | |||
| 5 | I Allegro non troppo | 7:08 | |
| 6 | II Introduzione. Andante – Scherzo. Presto – Trio. Meno mosso | 5:51 | |
| 7 | III Adagio | 10:39 | |
| 8 | IV Finale. Prestissimo possibile | 4:07 | |
| CD 2 | |||
| Franz Marschner - Klaviertrio c-Moll op. 30 | |||
| 1 | I Allegro maestoso | 13:07 | |
| 2 | II Adagio molto | 16:28 | |
| 3 | III Allegro sciolto | 11:36 | |
| Cyrill Hynais | |||
| 4 | Liebessang As-Dur für Klavier | 8:05 | |
| Alfred Stroß | |||
| 5 | Thema mit Variationen a-Moll für Klavier op. 15 | 7:25 | |

"Noch etwas, was wider Erwarten kaum nach Bruckner klingt, sind die Werke von Schülern Anton Bruckners. Einer von Bruckners Lieblings-Studenten war Hans Rott, seine berühmte E-Dur-Symphonie profitiert eher davon, dass sie wenig mit den Klang-Monolithen gemein hat, die Bruckner in seinem sinfonischen Oeuvre beschwor. Werke anderer Schüler werden auf einer Doppel-CD vorgestellt, die vor drei Jahren vom TONALi-Trio im Linzer Brucknerhaus eingespielt wurde. So lernen wir etwa das Klaviertrio in E-Dur, op. 8 von Paul Caro (1859-1914) kennen. Der aus dem schlesischen Breslau (das heutige Wrocław in Polen) stammende, damals 21-jährige Sohn eines wohlhabenden Industriellen war nach Wien übersiedelt um für ein Jahr am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bei Anton Door Klavier und bei Anton Bruckner Kontrapunkt zu studieren. Nach Beendigung seiner Studien schenkte Caro seinem Lehrer im September 1886 die Druckausgabe seines Klaviertrios in E-Dur mit einer handschriftlichen Widmung "Herrn Professor Anton Bruckner in dankbarer Verehrung". In diesem Werk ist der erzählerische Gestus und die Harmonik Schuberts hörbar und schon allein deshalb wert, öfters bei Kammermusikabenden zu Gehör gebracht zu werden. Ähnliches gilt auch für das Klaviertrio in F-Dur von Mathilde Kralik von Meyrswalden (1857-1944), das in seiner Anlage ebenfalls großen Vorbildern nacheifert. Ihre Komposition zeichnet sich durch originelle Wendungen und melodischen Einfallsreichtum aus. Mit Franz Marschner (1855-1932) wird ein weiterer Schüler Bruckners vor dem Vergessen bewahrt, und das zu Recht, denn sein Klaviertrio in c-Moll zieht den Hörer vom ersten Takt in seinen Bann, kennt eine breite Skala an Emotionen, besticht durch Erhabenheit in der Motivik und durch die elastische Eleganz seiner rhythmischen Struktur. Diese drei wertvollen Klaviertrios werden ergänzt durch zwei Klavierwerke von Cyril Hynais (1862-1913) und Alfred Stroß (1858-191 2), tadellos gespielt von Daniel Linton-France." - XTRA! Nr. 406