Breinology
Breinschmid/Schmid/Gansch/Erskine
Georg Breinschmid
1 CD, Gramola
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Veröffentlichungsdatum: 16.10.2026
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EAN 9003643993877
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Breinology

Georg Breinschmid schlägt ein neues Kapitel seines umfangreichen und vielseitigen Schaffens auf: das neue Album „Breinology“ präsentiert Breinschmids virtuoses kompositorisches und instrumentales Können in schillernder Weise. Und wie immer kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Vier der vorliegenden neuen Aufnahmen schrieb Breinschmid für das „Brein, Schmid & Gansch“ benannte Trio mit seinen langjährigen Mitstreitern Benjamin Schmid und Thomas Gansch – beide, wie auch Breinschmid selbst, mit starkem Background sowohl in der „klassischen“ als auch in der improvisierten Musik. Die starken Wurzeln im Jazz werden fulminant in „Neni’s Tune“ oder funkiger in „Don’t ask“ offengelegt; klassischer geht es im von Breinschmid arrangierten „Rossini-Medley“ zu, das wohlbekannte Melodien mit Blues-Einschlägen und in ungeraden Metren erklingen lässt.

Ohnehin lässt Breinschmid seine „klassische“ Vergangenheit (als Orchestermusiker u. a. bei den Wiener Philharmonikern) in den letzten Jahren auch wieder bewusster in sein Schaffen einfliessen, was sich verstärkt auch in Kompositionen für Ensembles aus dem Bereich der Klassik niederschlägt. Die für das Ensemble „La Philharmonica“ als Auftragswerk geschriebene „Zwiefacher Suite“ ist ein gutes Beispiel hierfür, ein Werk, das den Musikerinnen Hochvirtuoses und rhythmisch Komplexes abverlangt, vom Ensemble brillant gemeistert. Musikalisch gänzlich anders stellt sich die elegisch-melancholische „Fantasie“ für Violine und Klavier dar, einfühlsam und wunderschön interpretiert von Geigerin Lara Kusztrich und Pianistin Mitra Kotte. Zwei andere Stücke wiederum hat Georg Breinschmid im Overdub-Verfahren allein eingespielt und vor allem auch gepfiffen – das mitreißende und groovige „Guatdassdassogst“, inklusive Dada-Räp, und das getragene, von Klavier begleitete „Unknown“. Und in „Boid is‘ goa“, einem Auftragswerk für Stimme, Cello und Loops, großartig umgesetzt vom Duo CelloXang, ist ein weiterer Songtext von Breinschmid zu hören, ein satirischer Kommentar zur Stimmungslage des modernen Menschen, im österreichischen Idiom vorgetragen.

Ein besonderes Juwel rundet die Aufnahmen ab – eine im Rahmen einer Aufnahmesession mit dem ehemaligen Weather Report-Schlagzeuger Peter Erskine eher zufällig entstandene Version von Breinschmids älterer Komposition „5/4“, eine wunderbare Version, ohne vorherige Probe entstanden und von Peter Erskine sensibel und meisterhaft begleitet.

Natürlich ist auch nach zehn Tracks noch nicht Schluss, es werden noch zwei höchst amüsante Bonustracks nachgeliefert – ein eigentlich als privates Geburtstagsgeschenk eingespieltes Arrangement des „47er Regimentsmarsch“es, und zum Abschluss ein rasanter Track mit dem Trio „The Flying Schnörtzenbrekkers“. So viel Spaß kann Wissenschaft machen!