Dass eine Violinistin auch am Klavier gleichermaßen virtuos und künstlerisch vollendet zu musizieren vermag, legt eine außerordentliche musikalische Begabung nahe. Dass diese bei Tomoko Mayeda anzutreffen ist, wurde bereits bei ihrer Einspielung von Mozarts späten Wiener Violinsonaten offenbar. In einzigartiger Weise präsentiert die japanische Künstlerin auf vorliegendem Album nun die drei Violinsonaten von Johannes Brahms, indem wiederum zuerst der gesamten Klavierpart aufgenommen wurde, der anschließend bei einem zweiten Aufnahmetemin um die Violinstimme ergänzt wurde.
Brahms bezeichnete seine Violinsonaten – selbst als äußerst virtuoser Pianist um die Schwierigkeit und herausgehobene Stellung des Klavierparts wissend – als „Sonaten für Klavier und Violine“. Tomoko Mayeda stellt mit dieser Veröffentlichung einmal mehr ihre außergewöhnliche Doppelbegabung unter Beweis.